Naevuszellnaevus

Naevuszellnaevus , kurz: Naevus, "Leberfleck", "Muttermal"

Der Naevuszellnaevus ist ein erworbenes Pigmentmal bestehend aus sogenannten Naevuszellen. Hierbei handelt es sich um pigmentbildende Zellen, die sich nestartig in der Haut anordnen. Genau genommen ist der Naevuszellnaevus eine gutartige Fehlbildung der Haut, die auf eine postzygotische Mutation im embryonalen Stadium zurückgeht. Naevuszellnaevi werden umgangsprachlich auch als „Muttermale“ bezeichnet. Hiermit wird fälschlicher Weise suggeriert, dass lediglich das mütterliche Erbgut für die Entstehung der Naevuszellnaevi verantwortlich ist. Einen weiteren determinierenden Faktor für die Ausprägung von Naevuszellnaevi vermutet man in dem Maß der frühkindlichen UV-Exposition. Gewöhnliche Naevuszellnaevi sind braun oder rötlich, flach oder erhaben. Jeder Naevuszellnaevus verfügt über eine einmalige Mikrostruktur. Diese ist lediglich in der Vergrößerung einsehbar (Auflichtmikroskopie, digitale Video-Auflichtmikroskopie).

Schlüsselkriterien zur makroskopischen Beurteilung von Naevuszellnaevi werden mit der sogenannten ABCD-Regel zusammengefasst. Diese kann als Leitfaden für die laienhafte Selbstuntersuchung dienen.