Photodynamische Therapie

Photodynamische Therapie (PDT)

Die photodynamische Therapie ist ein Verfahren zur Behandlung von Hautkrebsvorstufen (aktinische Keratose, Morbus Bowen, Feldkanzerisierung) und des hellen Hautkrebses (Basaliom). Hierbei kommen Lichtstrahler zur Anwendung, die ein schmales Spektrum rotes Licht emittieren. Vor der eigentlichen Belichtung wird das erkrankte Hautareal lichtsensibilisiert. Dies erfolgt durch Auftragen eines Wirkstoffes in einer Cremegrundlage. Das lichtsensible Molekül wird dabei vornehmlich von erkrankten Zellen gebildet und macht diese empfindlich für die anschließende Belichtung mit dem ansonsten harmlosen Rotlicht.
Mit der photodynamischen Therapie werden Tumorzellen sicher aufgespürt und ausgeschaltet. Benachbarte gesunde Haut bleibt von der Reaktion weitestgehend unberührt. Der Abheilungserfolg und das ästhetische Ergebnis sind hervorragend.

Die photodynamische Therapie wird in unseren Praxisräumen durchgeführt. Die zu behandelnden Areale werden zunächst gereinigt und manuell oder laserchirurgisch von aufliegenden Krusten befreit. Anschließend wird die lichtsensibilisierende Substanz auf die Haut aufgebracht. Diese verbleibt für mindestens drei Stunden unter einem lichtdichten Folienverband. Die anschließende Belichtung des so vorbereiteten Hautareals erfolgt mit einem Rotlichtstrahler bei 632 nm Wellenlänge bis zu einer Gesamtdosis von 37J/cm2 und geht typischer Weise mit einem Hitzegefühl einher.  Je nach Befund und Ausprägung der Erkrankung können ein bis zwei Sitzungen dieser Art erforderlich sein. In den Tagen nach der Behandlung kommt es zu einer mehr oder minder ausgeprägten Lokalreaktion an der Haut. Das Ausmaß an Krustenbildung wird dabei maßgeblich von der Schwere der zugrunde liegenden Erkrankung bestimmt. In der Regel lösen sich die Hautkrusten nach ca. acht Tagen. Die erneuerte Haut erscheint dann glatt und zunächst blass rosa, bevor sie sich in den darauffolgenden Wochen allmählich den benachbarten Hautarealen anpasst.