Basalzellkarzinom

Basalzellkarzinom, syn. Basaliom, "Heller Hautkrebs"

Das Basalzellkarzinom ist der häufigste bösartige Hauttumor des Menschen. Seine Inzidenz (Neuerkrankung auf 100.000 Personen pro Jahr) ist seit Jahren in Deutschland und weltweit ansteigend. Eine flächendeckende Registrierung des Tumors fehlt. In Deutschland wurden für das Jahr 2014 etwa 120 Neuerkrankungen gezählt (Quelle: Zentrum für Krebsregisterdaten am RKI). Die Dunkelziffer der häufig sehr unauffällig wachsenden Tumore dürfte hierbei erheblich sein. In eigener Praxis wurden im ersten Halbjahr 2017 bereits mehr als 50 Basalzellkarzinome diagnostiziert und behandelt. Die wichtigsten Risikofaktoren für die Erkrankung an einem Basalzellkarzinom sind eine helle Pigmentierung (Hauttyp 1 und 2) und eine hohe kumulative Sonnenexposition der Haut im Laufe des Lebens. Dabei addieren sich die sonnenbedingten Hautschäden über Jahre und Jahrzehnte auf. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einem sich füllenden "Sonnenkonto“. Das Basalzellkarzinom wächst langsam und meist über viele Jahre unentdeckt. Häufig wird es als Druckstelle, Wunde etc. fehlinterpretiert. Der Tumor wird erst im fortgeschrittenen, unbehandelten Stadium zu einem örtlich zerstörerischen Geschwür. Absiedlungen über die Blutbahn oder die Lymphe in andere Organe (Metastasen) sind extrem selten. Aus diesem Grund wird das Basalzellkarzinom auch als „halbbösartiger“ (semimaligner) Tumor klassifiziert. Die Therapie des Basalzellkarzinoms erfolgt operativ. Bestimmte Wachtumsformen erlauben die Behandlung durch die photodynamische Therapie oder durch örtlich aufzutragende Immunmodulatoren. Die Prognose ist gut.